Passive Sicherheitsmaßnahmen beim Kitesurfen

Die passiven Sicherheitsmaßnahmen kommen dann zum greifen wenn trotz aller aktiver Sicherheitsmaßnahmen doch noch etwas schief geht. Also ähnlich wie ein Airbag im Auto, gut wenn man ihn hat, aber besser man braucht ihn erst gar nicht.

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Die passiven Sicherheitsmaßnahmen sind also Maßnahmen die helfen sollen eine Verletzung zu verhindern wenn trotz aller aktiven Sicherheitsmaßnahmen etwas passieren sollte.
Kitesurfen war anfangs ein sehr gefährlicher Sport, dies hat sich mit der Zeit aber gewandelt. Maßgeblich daran beteiligt sind die passiven Sicherheitsmaßnahmen, allen voran die ausgereiften und sehr gut funktionierenden Safetysysteme in Kombination mit einer großen Depower.

Sicherheitssystem beim Kitesurfen

Beim Kitesurfen ist das Sicherheitssystem in drei Stufen unterteilt:
1. Bar wegschieben oder loslassen:
Der Kite wird dadurch automatisch gedepowert und fällt langsam am Windfensterrand vom Himmel. D.h. die Zugkraft nimmt ab.
Quickrelease auslösen:
Das Auslösen des Quickrelease bewirkt, dass der Kite sofort drucklos vom Himmel fällt. Nach dem Auslösen ist die Zugraft sofort fast vollständig weg.
Safety leash auslösen:
Sollte das Auslösen des Quickreleases aus irgendeinem Grund nicht den gewünschten Effekt haben, so kannst du dich durch das auslösen der Safety leash auch vollständig von Kite und Bar trennen.

Ausführliche Informationen findest du im Artikel: Das Sicherheitssystem beim Kitesurfen >>

Das Sicherheitssystem beim Kitesurfen: Das wichtigste auf einen Blick

  • Bar loslassen >> Zugkraft reduziert sich
  • Quickrelease betätigen >> Kite fällt drucklos vom Himmel
  • Safety leash auslösen >> vollständige Trennung von Kite und Bar.

Sicherheitssystem beim Kitesurfen - ausgelöster Kite

Tragen eines Helms

Klar ein Helm schützt vor Kopfverletzungen, schadet also auf keinen Fall.
Nützlicher Nebeneffekt, der Helm kann auch davor schützen, dass dein Bewusstsein nach einem heftigen Einschlag etwas eingeschränkt ist. Das ist wichtig, weil du schließlich im Wasser bist und auch noch am Kite hängst.

Trotz der Vorteile eines Helms sieht man Kitesurfer mit Helm relativ selten. Es gibt aber Situationen wo auf jeden Fall einen Helm getragen werden sollte:

  • wenn Hindernisse in Lee sind, z.B. Steinmolen, Felsen, Bauwerke …
  • wenn man mit Boardleash fährt
  • beim Snowkiten und Landboarden
  • bei schwierigen Einstiegen

Helm - Kitesurfen

Tragen einer Prallschutzweste

Eine Prallschutzweste schützt vor schmerzhaften Rippenprellungen und vor Rippenbrüchen. Außerdem biete eine solche Weste Auftrieb und erleichtert somit das Schwimmen sollte mal der Wind plötzlich weg sein.
Primär ist eine Prallschutzweste aber natürlich dazu da Rippen und Rücken zu schützen und absolut empfehlenswert.
Im Gegensatz zum Helm sieht man Prallschutzwesten sehr oft.

Mitführen eines Leinenmessers

Wenn man mit dem Kite im Wasser schwimmen muss kann es vorkommen, dass man sich so ungünstig in den Leinen verheddert, dass es keine andere Lösung gibt als die Leinen zu kappen.
Klar sollte man in erster Linie darauf achten, dass man in solch eine Situation gar nicht kommt, aber wie der Helm und die Prallschutzweste ist auch ein Leinenmesser ein Gegenstand der nicht schadet wenn man ihn dabei hat.
In vielen Trapezen steckt hinten schon standardmäßig ein Leinenmesser. Du musst also im Normalfall nur darauf achten, dass es nicht verloren geht.

Leinenmesser - Kitesurfen

Die Boardleash

Eigentlich ist eine Boardleash kein richtiges Sicherheitssystem sondern dient nur dazu, dass man sein Board nach einem Sturz schneller wieder bekommt. Diesen Komfort erkauft man sich allerdings mit einem großen Nachteil:
Bei einem Sturz kann sich die Leash wie ein Gummiband spannen, so dass das Board hinter dem Kiter herkatapultiert wird und diesen schwer verletzen kann.
Genau deshalb raten eigentlich alle vom benutzen einer Boardleash ab!

Das Höhelaufen per Bodydrag sollte einfach früh erlernt werden und es ist wirklich viel einfacher als man als Anfänger denkt. Und im Stehrevier ist eine Boardleash sowieso überflüssig.

Die Boardleash in der Welle

In der Welle stellt sich die Problematik mit der Boardleash anders da.
Zum einen ist das Höhelaufen per Bodydrag durch brechende Wellen nicht mehr ganz so einfach, oder fast unmöglich. Zum anderen kann je nach Spot ein verlorenes Board das man nicht schnell wieder unter den Füßen hat eine richtige Gefahr werden.
Außerdem macht man sich sicherlich keine Freunde wenn man im Line up rumdragged und keiner die Wellen surfen kann.

Die Boardleash ist also ein zweischneidiges Schwert. Im Flachwasser kann man getrost darauf verzichten, im Stehrevier sowieso. In der Welle muss man von Situation zu Situation entscheiden.

Mitführen einer Schwimmhilfe

Je nachdem wo man mit dem Kite unterwegs ist kann es schon mal passieren, dass man plötzlich schwimmen muss. Der Wind ist plötzlich weg oder man hat einen Defekt. Meistens dienen Board und/oder Kite als Schwimmhilfe, so dass man sich damit selbst retten kann.
Für den Fall der Fäll gibt es aber auch noch extra Schwimmhilfen. Eine Schwimmhilfe kann eine richtige Rettungsweste sein, oder auch eine aufblasbare Rettungsboje.

Hier geht es zu unserem Test der RESTUBE Rettungsboje

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