Mega-Fail: Kitesurfen in der Schwimmerzone

Oh man… mir geht gerade echt der Hut hoch! Die Eckernförder Zeitung hat einen Artikel veröffentlicht, der mich ernsthaft an der Zurechnungsfähigkeit mancher Menschen zweifeln lässt. Das Schlimme dabei, diese Menschen sind Kitesurfer!
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Bitte lese den Artikel, schüttle den Kopf und denke darüber nach was man besser machen kann.
Es ist schon schlimm genug, wenn man ausversehen in die Badezone fährt und noch schlimmer wenn man andere Menschen ohne Absicht gefährdet oder gar verletzt. Unfälle passieren nun mal.

Wenn ich aber Sätze lesen muss wie diesen hier:

Die auffälligste Situation betraf demnach einen Kite-Surfer, der „mehrfach mit Absicht mit sehr hoher Geschwindigkeit“ durch die mit weißen Bällen deutlich abgetrennte Badezone gefahren sei.

Sorry, aber das geht ja wohl gar nicht! Die Badezone war nicht leer, die war voll!
Im Artikel heißt es, dass der Abstand zu Schwimmern „zum Teil weniger als einem Meter” betragen haben soll.

Ich weiß nicht was davon jetzt stimmt und was nicht. Ich hoffe es stimmt gar nicht.
Denn: DAS GEHT JA WOHL GAR NICHT!

Ich mein, man fährt doch auch nicht mit dem Auto durch die Fußgängerzone!? Oder?

Selbst wenn ich davon ausgehe, dass der guter Kiter in der Badezone zu der Zeit geistig etwas beeinträchtigt war, liest man im Artikel weiter kommen Sätze wie diese:

…Rettungsschwimmer seien von den Kite-Surfern übel beleidigt und beschimpft worden, als diese sie auf das absolute Verbot zum Surfen im Badstellenbereich hinwiesen und sie vergeblich aufforderten den Bereich zu verlassen.

Ich weiß jetzt nicht wie es dir geht, aber geht’s noch?

Da müssen wir uns doch nicht wundern wenn Spots geschlossen werden! Wenn wir als Kitesurfer mutwillig andere Menschen gefährden, dann haben wir es nicht anders verdient!
Ich bin definitiv nicht dafür alles zu reglemtieren und zu kontrollieren, aber wenn es mit gesundem Menschenverstand einfach nicht funktioniert… tja, dann finde ich die Idee mit den Nummern-Trikots, wie es jetzt in Podersdorf am Neusiedler See der Fall ist, fast noch die beste Lösung.

Kitesurfer und Zuschauer

Was können wir als Kitesurfer tun?

Ich gehe stark davon aus, dass es sich wirklich nur um Einzelfälle handelt.
Aber um diese Fälle zu minimieren ist es wichtig, dass du, ich und alle anderen Kitesurfer wissen was, wie und wo erlaubt ist.

Dazu gehört nicht nur das Wissen über die Regeln auf dem Wasser, auch nicht nur das Wissen ob es offiziell erlaubt ist hier zu kiten oder nicht.
Das aller aller Wichtigste ist, dass wir keine anderen Menschen gefährden!

Wenn du dir das Kreuz brichst, weil du bewusst in zu flachem Wasser gesprungen bist, oder zu nah an Hindernissen. Dann ist das deine Entscheidung und schlussendlich dein Problem.
Ich rate Niemandem dazu, aber es ist deine Sache!

Aber wenn du durch dein Verhalten anderen Leute in deiner Umgebung in Gefahr bringst und womöglich sogar verletzt, dann ist es nicht mehr nur dein Problem!
Dann ist es ein Problem der Menschen in deiner Umgebung.
Diese Menschen sehen dann den bösen Kitesurfer! Und wenn es den bösen Kitesurfer ersteinmal gibt, dann muss der bekämpft werden, am besten verboten!

Dann haben wir den Salat!

Also:

Was machen wir mit Kitern, die sich nicht an die Regeln halten?

Wenn Rettungsschwimmer beschimpft werden weil sie einen darauf hinweisen, dass es Kacke ist in der Badezone zu kiten, dann glaube ich nicht, dass man bei solchen Menschen mit einer Methode à la Gandhi Erfolg haben wird.

Aber ein Versuch ist es Wert.
Sprich Kitesurfer an, die andere Menschen gefährden. Sage ihnen, dass das nicht nur total uncool ist, sondern auch der gesamten Sportart schadet.
Versuche zu erklären, dass solch ein Verhalten zur Schließung des Spots führen kann.

Warte damit aber nicht bis der Kiter vom Wasser kommt. Wenn du ein Vergehen siehst, dann versuche die Person direkt im Wasser abzufangen und weiße sie auf die Sache hin.
Nein, fahre nicht hinter dem Kitesurfer her und dann in die Badezone 🙂 Warte bis er wieder raus kommt.

Noch besser ist die Prävention.
Wenn du an deinem Homespot bist und du dort neue Gesichter siehst, dann gehe schon am Strand auf sie zu und erkläre ihnen die Regeln.
Es geht hier schließlich um deinen Spot!

Und jetzt du!

Was denkst du über die Problematik, oder was hast du schon erlebt?

Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was ich schon alles an Scheiße gesehen habe.
Einmal ist ein Kite auf dem Campingplatz mitten in die Zelte geknallt.
Ein anderes mal hat ein Kite Spaziergänger vom Deich gefegt.
Oder es lag auch schonmal ein Kite vor mir auf der Straße!!!

Nein, ich darf darüber echt nicht weiter nachdenken, denn all diese Situationen, hätten sich durch ein anderes Verhalten des Kiters, vermeiden lassen.

Aber ich hatte ja nach deiner Meinung gefragt!
Ich bin gespannt.

Pass auf dich und die Menschen in deiner Umgebung auf!

Marc

*** Update 07.08.2014 ***

Der Schlei-Bote hat auf meinen Artikel reagiert und einen Artikel zum ‘Thema Kite-Surfer rücken von „Unbelehrbaren“ ab’ veröffentlicht.
Im Artikel werden außerdem auch die Flensburger Førdekiter erwähnt. Denen geht das Querschießen der Unbelehrbaren genau so auf den Sack wie mir.

Freut mich und vielleicht schaffen wir es gemeinsam die Kitespots zu erhalten und die Sicherheit und Akzeptanz bei Nicht-Kitern zu erhöhren.