Kitesurfen: Überlastungsschäden im Sport nehmen zu

Rein statistisch gesehen ist das Kitesurfen laut Dr. Karl-Heinz Kristen, der Facharzt für Sportorthopädie sowie Orthopädie und Orthopädische Chirugie ist, und eine Klinik in Wien hat, nicht gefährlicher als andere Sportarten. Dennoch ist die Verletzungshäufigkeit vergleichbar, wie es beim Windsurfen auf Wettkampfniveau der Fall ist und das allgemeine Verletzungsrisiko pro 1000 Stunden Kitesurfen liegt bei bei etwa 5 Verletzungen.
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Beim Kitesurfen kommen hohe Geschwindigkeiten beim Gleiten über das Wasser zum Tragen sowie Sprünge von mehreren Metern Höhe sind möglich. Diese radikalen Manöver am Wasser und die spektakulären Sprünge von angefangen fünf bis zehn Metern Höhe und das auch bei flachem Wasser, erklären das ständig rege Publikumsinteresse. Dabei liegen die Wachstumsraten dieser Sportart in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz bei 50 Prozent innerhalb eines Jahres. Veranstalter verzeichnen eine gute Enwicklungskurve für die kommenden Jahre. Mittlerweile gibt es weltweit 200 tote Kiter. Nach einer Hochrechnung haben zurzeit 5.000 Verletzte deswegen den Sport aufgegeben. Die Gründe sind zu finden in den miserablen Kenntnissen von Wind und Wetter, eine hohe Bereitschaft ein Risiko einzugehen und den Start in unmöglichen Bedingungen beispielsweise kurz vor einem Sturm oder nahe an vorhandenen Steinmolen – gepaart, mit einer fehlenden Kitepraxis bei mehr Wind, einzugehen.

Das richtige Kitesurfen – was gilt es zu beachten?

Beschäftigen wir uns einmal mit etwas Grundsätzlichem beim Kitesurfen: dem Start. Diesen kann man wohl kurz und knapp in drei Schritten zusammenfassen:

  • dem Aufpumpen,
  • dem Anknüpfen und
  • dem Start selbst.

Aber gerade bei diesen Vorbereitungen zum bevorstehenden Start können Fehler, welche bereits im Vorfeld gemacht werden, sehr gefährlich werden – immerhin reden wir hier vom Kitesurfen. Wenn die Vorbereitungen hier hingegen sauber abgeschlossen werden, steht dem Kitesurfen absolut nichts im Wege.
Ein dokumentierter, leider tragischer Todesfall, sollte Anlass für die Weiterentwicklung und auch die Akzeptanz von aktuellen Sicherheitssystemen sein, die auch unter Zugbelastung in einem Notfall ein Ausklinken des Kites zulassen.

Wenn es dann passiert … Schnittverletzungen, beim Kitesurfen

Wie werden Wunden, die beim Kitesurfen entstehen, schnell und fachgerecht versorgt? An wen wenden sich Kitesurfer, um hier zeitnah Hilfe zu finden, und was können Sie selber für sich in diesen Situationen tun? Schnittverletzungen werden bei Kitesurfern gerade in den Sommermonaten immer wieder beim Surfen unter extremen Bedingungen durch das Riff verursacht. Die weniger geübten in diesem Sport führen die Liste der Verunglückten an. Kiter mit Schnittverletzungen an Händen oder Füßen sowie Kopf erleiden hier schwerste Verletzungen – die Schwere und Vielfalt typischer Kite-Verletzungen bedarf hier wirklich höchste Beachtung aufgrund vorangegangener Todesfälle. Dieser Extremsport liegt im Trend und der Verband Deutscher Wassersportschulen (VDWS) spricht sich in dieser Sportart für die Helmpflicht aus. Hat sich ein Kitesurfer eine ernsthafte Schnittverletzung zugezogen oder andere Verletzungen, hat sich dieser schnellstmöglich aus dem Wasser zu begeben, auf sich aufmerksam zu machen, soweit möglich, und das vorhandene Ärzteteam am Strand aufzusuchen. Die Wunden müssen zeitnah und fachgerecht versorgt werden, um Spätfolgen auszuschließen und möglichst gering zu halten. An jedem Strandabschnitt, wo das Kitsurfen offiziell erlaubt ist, sind Rettungsschwimmer vorhanden, die das Treiben auf dem Wasser aufmerksam beobachten und lebensrettend eingreifen können.

Eine Reiseapotheke gehört in jedes Gepäck – was sollte darin enthalten sein?

Und wieder ist es so weit: Es geht in den Strandurlaub mit oder ohne Familie ans Mittelmeer und Kitesurfen ist angesagt. Eine Reiseapotheke gehört grundsätzlich in jedes Gepäck, ganz besonders bei Reisen in ferne Länder. Was darin sein sollte, hängt immer davon ab, wo die Reise hingeht, wie lange sie dauert und welche Art zu reisen bevorzugt wird. Wer sich hier nicht sicher ist, erhält sogar in einer Online-Apotheke fachmännischen und kostenlosen Rat bei der richtigen Zusammenstellung. Bleiben wir beim Kitesurfen und es ergeben sich kleinere Verletzungen, beispielsweise eine kleine Schnittverletzung, die nicht sofort von einem Arzt versorgt werden muss, sollte die mobile Apotheke auf jeden Fall Folgendes enthalten:

  • Einmalhandschuhe für Ersthelfer, beispielsweise wenn der Freund hilft,
  • Wunddesinfektionsmittel, welches geeignet ist, sagt der Apotheker,
  • Pinzette, zum Herausziehen kleiner (!) beispielsweise Splitter – um größere kümmert sich der Arzt,
  • Pflaster oder sterile Kompressen und elastische Mullbinden, wahlweise Feuchtpflaster und Kompressen mit einer gelhaltigen Auflage

Die Wunde sollte nach Möglichkeit mit Leitungswasser oder notfalls Selter gut ausgespült und dann desinfiziert werden. Ansonsten ist es sehr wichtig, eine gute Reiseapotheke gegen die gängigen Unzulänglichkeiten, die im Urlaub entstehen können, dabei zu haben. Es passiert leider immer Mal wieder, dass sich ein Urlauber aufgrund der Ernährungsumstellung eine Magen-Darm-Erkrankung einfängt.
Dies sollte in keiner Reiseapotheke fehlen:

  • die persönlich ständig benötigten Medikamente,
  • Mittel gegen Durchfallerkrankungen, Sodbrennen, Verstopfungen und Sonnenbrand,
  • Mittel gegen Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe wie z. B. Buscopan,
  • fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente wie z. B. Paracetamol,
  • Desinfektionsmittel
  • Sonnen- und Mückenschutzmittel,
  • Fieberthermometer,
  • Verbandszeug und Pflaster,
  • Ersatzbrille und Kontaktlinsen für Brillenträger,
  • Empfängnisverhütungsmittel,
  • evtl. ein Moskitonetz.

Je nach Reiseziel gibt es Einfuhrbeschränkungen wenn sogenannte Betäubungsmittel mitgeführt werden müssen – hierüber erteilt das Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel in Bonn gerne Auskunft. Und bitte nicht vergessen, vor Antritt der Reise zu überprüfen, ob eine Auffrischung der Tetanus-Impfung fällig ist. Zum Glück brauchen alle unter 60 nur noch alle 10 Jahre deswegen zum Arzt.

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