Kitesurfen in Dänemark

Dänemark hat sich aufgrund seiner hervorragenden Wasser- und Windbedingungen zu einer bevorzugten Region für das Kitesurfen (Kiten, Lenkdrachensegeln) entwickelt, das in den letzten Jahren zu einer beliebten Trendsportart wurde.
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Kitesurfer stehen auf einem Board, das einem Wakeboard oder Surfboard ähnelt und bedienen einen Lenkdrachen (Kite). Zu einer Kitesurf-Ausrüstung gehören das Kiteboard, die an einer Lenkstange (Control- oder Handle-Bar) angebrachten Sicherheits- und Steuerungsleinen sowie der Kite. Als Sicherheitsausstattung sind ein Helm und eine Prallschutzweste sehr empfehlenswert. Außerdem sind Surfschuhe und eine Sonnenbrille hilfreich.

Vielfältige Jumps und Moves beim Kitesurfen

Durch das Lenken des Boards und des Kites steuert der Kitesurfer oder die Kitesurferin den Fahrtkurs und die Geschwindigkeit. Kitesurfen ist der Wassersport mit dem größten Variantenreichtum an Tricks, Sprüngen und Moves, die allerdings das Beherrschen von Board und Kite voraussetzen.

Kitesurfer erlernen als Grundsprung den „Basic Jump“, den sie mit zunehmender technischer Perfektion immer höher und weiter ausführen können. Zu weiteren Sprüngen gehören z. B. der „Backloop“, eine Rolle rückwärts, und der „Backflip“, ein rückwärtsgerichteter Rotationssprung.

Der „Raley-Jump“ ist ein eleganter, uneingehakter Sprung, bei dem sich die Kitesurfer bauchwärts zum Wasser befinden und mit dem Körper ein U formen.

Für wen ist Kitesurfen geeignet?

Kitesurfen ist für alle geeignet, die gerne einen Urlaub am Wasser verbringen und den Wassersport lieben. Kitesurfer müssen natürlich schwimmen können. Anfänger sollten ihre ersten Flugversuche mit einem kleinen Kite unternehmen, um ein Gefühl für die Windkräfte und für den Kite zu bekommen.

Auf das Kitesurfen sollten jedoch Personen mit bestimmten Vorerkrankungen (wie z. B. Herzfehler, Bandscheibenvorfälle und Lendenwirbelsäulenprobleme sowie Sprunggelenks- und Knieprobleme) verzichten.

Worauf müssen Kitesurfer/innen besonders achten?

Vor jedem Start ist die Ausrüstung auf Funktionsfähigkeit und Schäden zu untersuchen. Von besonderer Bedeutung ist der korrekte Aufbau des Kites. Kitesurfer müssen unbedingt auf Hindernisse und andere Gefahrenquellen in Ufernähe sowie auf Sandbänke, Riffe und Strömungen achten. Ausweichmanöver und Notsituationen wie das Trennen vom Schirm sollten gut eingeübt werden. Anfängern ist dringend das Besuchen eines Kitesurf-Kurses zu empfehlen.

Niemals darf über Personen gestartet oder gesprungen werden, die sich im Leinenradius des Kites befinden. Durch auflandigen Wind kann der Kitesurfer mit großer Kraft an Land gezogen werden. Dagegen besteht bei ablandigem Wind die Gefahr, zu weit auf ein Gewässer hinausgetrieben zu werden: Kitesurfer sollten sich nur soweit auf ein Gewässer hinaustragen lassen, wie sie im Notfall auch aus eigener Kraft zurückschwimmen könnten. Während eines Gewitters darf wegen
Blitzschlaggefahr niemals gesurft werden.

Kitesurfen in Dänemark

Dänemark ist mit ungefähr 60 Kitespots ein Paradies für Kitesurferinnen und Kitesurfer: Das skandinavische Land befindet sich mit seinen 7.300 Kilometern Küstenlinie in einer der windreichsten Regionen Europas. Die Tiefdruckgebiete, die häufig über die Nordseeküste Dänemarks hinwegziehen, gehen mit starken westlichen Winden einher, die auch mächtige Dünungswellen und Brandungswellen auslösen. Am stärksten weht der Wind in Nordjütland mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 9 Metern je Sekunde. Wechselnde Wettersysteme sorgen aber für stark variierende Windstärken. Für alle Kenntnisstufen (Anfänger, Fortgeschrittene und professionelle Kitesurfer) verfügt Dänemark über ausgezeichnete Kiteareale. Am besten geeignet sind Kitespots, die einen möglichst konstanten Wind aufweisen und bei denen die vornehmliche Windrichtung parallel zum Ufer (Sideshore Wind) oder leicht auflandig (Side-onshore Wind) verläuft.

Wo befinden sich die wichtigsten dänischen Kitespots?

Die bedeutendsten dänischen Surfspots Dänemarks liegen an der West- und Nordwestküste zur Nordsee sowie auf Seeland, der größten Ostseeinsel.

An der Westspitze Dänemarks befindet sich der Kitespot Blåvand. West-Nordwest-Wind sorgt für an diesem Küstenabschnitt idealen Sideshore-Wind. Etwas weiter nördlich warten am Ringkøbing Fjord
neun verschiedene Surfspots auf die Wassersportler, darunter der bevorzugte Spot Hvide Sande. Die vier rund um den Ort Klitmøller im Nordwesten Jütlands gruppierten Surfspots gehören zu den beliebtesten Surfarealen Dänemarks. Zahlreiche Spots liegen im Limfjord, der im Norden Dänemarks in West-Ost-Richtung von der westlichen Nordseeküste bis zum nordöstlichen Ålborg reicht. Allein an der Nordspitze Dänemarks befinden sich weitere fünf Kitespots dicht nebeneinander. Auf der Ostseeinsel Seeland verteilen sich mehrere Spots an der West- und Nord-Ost-Küste. Der südlichste dänische Kitespot Kramnitse befindet sich auf der Ostseeinsel Lolland gegenüber der deutschen Insel Fehmarn.

Welche Vorschriften sind beim Kitesurfen in Dänemark zu beachten?

Spezielle Reglementierungen oder Einschränkungen für das Kitesurfen bestehen in Dänemark kaum. Auch gibt es kein Mindestalter für Kitesurfer, so dass jeder das Kiten erlernen kann. Zu empfehlen ist allerdings, nicht ohne vorherige Absolvierung eines Kitekurses zu surfen. Zu beachten sind stets ausreichende Sicherheitsabstände zu Badenden und zu anderen Wind- und Kitesurfern. Kitesurfer sind verpflichtet, Segelbooten auszuweichen. Zudem gelten auch für Kitesurfer die in den einzelnen Naturschutzgebieten geltenden Vorschriften.

Die beliebtesten Kitesurf-Veranstaltungen

Alljährlich findet im September das Kite-Festival in Hvide Sande am Ringkøbing Fjord statt, das Kite-Anfängern, -Fortgeschrittenen und -Profis offensteht. Zu den Kitesurf-Veranstaltungen unter dänischer Beteiligung gehört auch das mit vierzig Kilometern weltweit längste Kitesurf-Rennen „Coast 2 Coast, das im Fehmarnbelt zwischen den deutschen und dänischen Ostseeinseln Fehmarn und Lolland (bei Rødby) ausgetragen wird.

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