Kitereisen: Die Reiselust beim Kitesurfen

Kitesurfen und Reisen, das geht irgendwie Hand in Hand. Ägypten, Brasilien, Australien…

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Ich will damit jetzt nicht sagen, dass Golfen in der Algarve oder auf Hawaii nicht auch einen Mehrwert bietet, im Vergleich zum Golfen in Stuttgart oder München.
Genau so bietet das Radfahren auf Mallorca einen Mehrwert gegenüber dem Radeln im Schwarzwald.
Aber Radfahren kann ich auch direkt vor der Haustür, Golfen kann ich im näheren Umkreis.
Und ich kann das immer machen.
Klar, bei Regen werde ich nass, bei Hitze schwitze ich und bei Wind fluche ich… aber es geht.
Will ich aber Kitesurfen gehen, dann kann ich das

  1. nicht vor der Haustür
  2. nicht immer, denn es müssen die Bedingungen stimmen

Und genau deshalb bleibt uns Kitesurfern gar nichts anderes übrig als ins Auto oder den Flieger zu steigen und die Welt zu bereisen.

Kitesurfen am einsamen Strand

Auf der Jagd nach dem stetigen Wind, auf der Jagd nach der besten Welle!

Überschaubares Gepäck

Wir Kitesurfer haben natürlich den großen Vorteil, dass unser Equipment überschaubar ist und es sich recht leicht transportieren lässt.
Entwicklungen wie der Naish Trip und Split Boards unterstützen die Reiselust beim Kitesurfen, durch ihr geringes Packmaß, sogar noch weiter.

Das ist Ähnlich wie bei den Paraglidern. Gleitschirme sind eben mobiler als Drachen. Das Geraffel passt in Kofferaum, man braucht keinen Dachträger und auch der Transport im Flugzeug ist recht problemlos zu meistern.

Oder hast du schon mal gesehen wie jemand ein Segelboot eingecheckt hat!? 🙂

Materialschlacht beim Kitesurfen

Bessere Bedingungen = Mehr Zeit auf dem Wasser

Viel wichtiger als die Mobilität der Kitesurf-Ausrüstung ist aber schlicht und einfach, dass man gerade in unseren Breiten selten optimale Bedingungen vorfindet.

Nicht nur, dass es die meiste Zeit des Jahres einfach zu kalt ist, nein auch die Windwahrscheinlichkeit ist übers Jahr gesehen nicht so hoch wie in anderen Regionen der Welt.

Man wäre als Kitesurfer also schön blöd wenn man im Dezember an die Ostsee in Urlaub fahren würde.
Das kann man machen, aber Hand aufs Herz. BrasilienÄgypten… die Kanaren usw.!?
Das klingt doch schon besser, oder?

Im Norden Brasiliens hat man in unserem Herbst eine Windwahrscheinlichkeit die nahe der 100% liegt und das bei Badewannentemperaturen!
In Ägypten oder auf den Kanaren kann man das ganze Jahr über in kurzen Hosen rumlaufen, während man sich in Deutschland überlegt ob ein Trockenanzug lohnenswert ist.

Wir Kitesurfer wären also schön blöd, wenn wir die schönste Zeit des Jahres – den Urlaub – in einer suboptimalen Region verbringen würden.
Nicht nur eine höhere Windwahrscheinlichkeit steigert die Zeit auf dem Wasser, auch höhere Temperaturen.
Selbst mit Trockenanzug kann man im Winter bei uns nicht den ganzen Tag auf dem Wasser sein.

Kitesurfen in Ägypten

Die Welt entdecken

Ich persönlich finde Reisen toll und wichtig. Ganz egal ob mit oder ohne Kite.
Aber das Kitesurfen ist auf jeden Fall ein schöner Grund zu reisen.

Blöd nur, dass man sich als Kitereisender oft die Frage stellen muss ob man jetzt doch schon wieder das x-te mal nach Ägypten fliegen soll.
Oder ob man doch lieber mal eine andere Region der Welt anpeilen sollte.

Das ist echt schwierig.
Ich sage mir immer, dass die Welt zu groß ist um zwei mal an den gleichen Ort zu reisen.
Gleichzeitig war ich aber schon unzählige Male in Ägypten.

Raus gehen ist auf jeden Fall besser als zu Hause sitzen, also lieber mehrmals an das gleiche Reiseziel fahren als gar nichts machen.
Besser ist es aber natürlich mehr von der Welt zu sehen, auch wenn dabei vielleicht die Ausbeute der Wasserzeit etwas leidet.
Das ist meine Meinung.

Kitesurfen mit Trockenanzug

Wo buchst du eine Kitereise?

Eigentlich ist es ja echt erstaunlich, dass es das Wort Kitereisen gibt. Aber das allein zeigt ja, wie eng Kitesurfen mit Reisen verknüpft ist.

Wo du jetzt buchst hängt natürlich davon ab wo du hin willst.
In den letzten Jahren haben sich einige spezialisierte Anbieter etabliert, bei denen der Fokus voll und ganz auf Kitereisen liegt.

Der Vorteil eines spezialisierten Anbieters ist zum einen die Beratung, die Leute dort wissen um was es geht und sind meist selbst Kitesurfer.

Zum anderen hast du aber auch den Vorteil, dass du dich nicht großartig selbst kümmern musst.
So ist in solch einem Angebot der Transport des Kitegepäcks und vor allem auch der Transfer damit schon eingeschlossen.

Selbstverständlich kannst du aber auch individuell buchen oder eine normale Pauschalreise buchen und dich um den Transport deines Materials selbst kümmern.

Kitekurs im Urlaub?

Kitekurs im Urlaub

Wenn du noch nicht kiten kannst, dann gibt es eigentlich nichts besseres als den Urlaub mit dem Besuch einer Kiteschule zu verbinden!

Am besten wählst du das Reiseziel so aus, dass direkt vor Ort eine Kiteschule ist. Dann noch einen Spot mit hoher Windwahrscheinlichkeit und am besten warm! Denn am Anfang wirst du sehr viel im Wasser stehen 🙂

Ich habe schon Leute getroffen die von Kiteschulungen an der Nordsee mit Neoprenhaube und Handschuhen erzählt haben.
Klar geht das, aber ob solch ein Kurs dann auch noch Spaß macht… ich weiß es nicht.
Ich finde den besten Lernerfolg hast du in einem Revier mit konstantem und stetigem Wind und halbwegs warmem Wasser.

So und jetzt raus mit der Sprache? Wo warst du schon überall zum Kitesurfen?
Übrigens:
In unsere Spot-Datenbank kannst du eintragen an welchen Kitespots du schon warst!

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