Ist Kite Foilboarding im kommen?

Kitefoil, Hydrofoil, Kite Foilboarding oder von mir aus auch Tragflächenkiten. Keine Ahnung wie man es nennen soll. Gemeint ist das Kitesurfen mit einem Hydrofoil-Board. Und das scheint stark im Kommen zu sein. Was sind also die Vor- und Nachteile?
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Das Konzept des Hydrofoils ist nicht neu, ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind auf dem Gardasee immer mit dem Tragflächenboot gefahren bin und selbst damals war das nix neues (für mich natürlich schon :)).
Kurz nach 1900 beschäftigte sich der italienischen Luftschiffkonstrukteur Enrico Forlanini mit der Entwicklung von Flugbooten. Daraus entstand das erste einsatzfähige Tragflügelboot, gebaut 1906, als dessen Erfinder er allgemein gilt.

Weiter ging es dann in den 1960er als Walter Woodward ein Wasserski-Hydrofoil baute.
1972 bauten Mike Murphy und Bud Holst ein Hydrofiol-Kneeboard… und so ging es dann immer weiter, die Surfer experimentierten mit Hydrofoil-Boards, die Windsurfer und jetzt eben der Kitesurfer.
Eine etwas detailliertere Geschichte des Hydrofoils gibt es übrigens hier: hydrofoil.org

Aber jetzt zum eigentlichen Thema: Kitesurfen mit einem Hydrofoil!

Was spricht für Kite Foilboarding

  1. Speed!
    Das liegt auf der Hand man hat weniger Widerstand und ist deshalb schneller als mit jedem anderen Board.
  2. Kabbelwasser!
    Wer kennt es nicht? Die nervigen Schläge die man im Kabbelwasser vom Board abkriegt. Mit einem Hydrofoil gleitet man quasi über die Wellen hinweg.
  3. Weniger Kraftaufwand.
    Wenn mans mal kann fährt sich ein Hydrofoil locker ohne große Kraftanstrengung.
  4. Höhelaufeigenschaften.
    Der Flügel eines Hydrofoil-Boards erlaubt gigantische Winkel gegen den Wind.
  5. Leichtwind!
    Klar, wie schon beim Speed bringt der geringe Widerstand natürlich auch Pluspunkt im unteren Windbereich.
  6. Coolness!
    Wann sieht man schon mal einen Kiter mit Hydrofoil? Damit bist du im Moment zumindest auf jeden Fall der Coolst auf dem Wasser! 😀

Was spricht gegen Kite Foilboarding

  1. Gefährlich!
    Einen so großen Flügel am Board zu haben macht die Sache leider nicht gerade ungefährlicher.
  2. Packmaß!
    Klar, wenn mehr dran ist am Board muss man auch mehr schleppen.
  3. Preis!
    Twintips kriegt man teilweise schon hinterhergeschmissen, aber ein Kite Foilboard zählt nicht gerade zu den Schnäppchen.

Außerdem ist ein Hydrofoil natürlich keine Freestyle-Maschine, aber das sollte klar sein. Wer ein Hydrofoil fährt ist eher der Cruiser oder der Racer. Aber das muss ja kein Nachteil sein.

Man sieht auf jeden Fall immer mehr große Namen die sich auf ein Hydrofoil stellen. Man darf also gespannt sein wie die Entwicklung weiter geht.

Adam Koch über Kite Foilboarding

Johnny Heineken über Kite Foilboarding

Bryon Lake über Kite Foilboarding

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