Ist Kitesurfen gefährlich?

Es kommt doch immer wieder vor, dass man von Laien gefragt wird ob Kitesurfen denn gefährlich sei. Klar antworte ich dann immer mit “Nein!” Aber stimmt das wirklich?
ist-kitesurfen-gefaehrlich

Aber das sind Ausnahmen, genau so wie die meisten Badegäste eines Badesees nicht ertrinken, oder wie in den seltensten Fällen jemand bei einer Bergtour abstürzt.
Unfälle passieren, je nach Tätigkeit mehr oder weniger.

Das schöne am Kitesurfen:
90% der Unfälle passieren aus Leichtsinn oder Selbstüberschätzung, was eigentlich auch nichts anderes ist als Leichtsinn.

Das wiederum heißt, dass du diese 90% selbst in der Hand hast. Du kannst also selbst bestimmen wie gefährlich oder wie sicher Kitesurfen für dich sein soll.

Du wählst den Kitespot in Eigenverantwortung aus.
Du stellst sicher, dass dein Material in Ordnung ist und korrekt aufgebaut wurde.
Du hast das Wetter im Blick und bist über die Windverhältnisse informiert.
Und du allein entscheidest wo und wie du kitest.

All diese Dinge zählt man zu den aktiven Sicherheitsmaßnahmen, weil du aktiv entscheiden kannst ob es für dich passt oder nicht.

Springen im flachen Wasser ist gefährlicher als im tiefen, kiten mit Hindernissen in Lee ist gefährlicher als ohne.

Und am Strand stehen mit Kite in der Luft ist gefährlicher als mit Kite am Boden.

Halte dich an ein paar einfache Regeln und Kitesurfen ist sehr sicher.

Du musst diszipliniert sein…

Obwohl ich das oben geschrieben alles weiß und obwohl ich mir sicher bin, dass 99% der Kitesurfer das wissen.
Es bleibt dabei, 90% der Unfälle passieren aus Leichtsinn.

Du musst eben diszipliniert sein und dich an die Regeln halten.
Wenn ich nur mal überlege was ich schon alles für Blödsinn gemacht habe!

Angefangen vom springen in knöcheltiefen Wasser bis hin zum Essen einer Banane mit Kite in der Luft.
Dazu hatte ich mich einfach am Strand auf einen Stein gesetzt und gemampft.
Wie bescheuert! Man man!

Die größte Gefahr beim Kitesurfen ist fester Boden

Gefahr beim Kitesurfen: An Land stehen

Fast alle Unfälle, von denen ich gehört habe, oder die ich auch selbst miterlebt habe, passierten an Land oder in der nähe davon.

Ich kenne Leute die sich Wirbel gebrochen haben. An Land!
Nein, die waren nicht Landboarden, die standen mit dem Kite an Land (siehe oben Banane essen und son Scheiß!!!).

Ich kenne Leute, die sind zu nah an Land gekitet und aus Versehen aufs Land gesprungen…

Ich kenn auch Leute die sich die Kreuzbänder zerschossen haben weil sie in zu flachem Wasser gesprungen sind…

Aber ich kenne niemanden, dem etwas passiert ist während er sich an die oben erwähnten Regeln gehalten hat.

Du bist deines eigenen Glückes Schmied. Das gilt auch beim Kitesurfen!

Kitesurfen ist sehr sicher

Kitesurfen ist aus meiner Sicht also nicht gefährlich.
Gefährlich ist der Faktor Mensch, man denkt halt immer, das einem selbst nicht passiert.
Aber das gilt für viele Bereiche des Lebens.

Selbst wenn trotz alle Vorsichtsmaßnahmen etwas unvorhergesehenes passieren solle:
Beim Kitesurfen gibt es ausgereifte Sicherheitssysteme.

Oft reicht es schon die Bar los zu lassen und die Gefahr ist gebannt.
Die meisten modernen Kites verlieren beim loslassen der Bar einen Großteil ihrer Zugkraft.

Sollte das Loslassen der Bar nicht ausreichen so ist es mit einem Handgriff möglich den Kite zum sofortigen, kontrollierten Absturz zu bringen.
Damit sollte in der Regel keine Zugkraft mehr vorhanden sein.

Reisen aber alle Stricke und ,trotz des Auslösen des Safety Systems (Kite stürzt ab),  bist du immer noch in Gefahr. So kannst du durch einen weiteren Handgriff dich komplett vom Kite trennen.

Das man die Safety auslösen muss kommt selten vor, dass man sich vom Kite trennen muss noch viel seltener.

Neben dem dem Safetysystem des Kites kannst du dich außerdem mit Helm und Prallschutzweste schützen.

Diese Maßnahmen nennt man passive Sicherheitsmaßnahmen. Sie dienen dazu, dich zu schützen, wenn trotz aller aktiven Maßnahmen doch etwas schief geht.

Fazit

Kitesurfen ist so sicher wie du es gerne hättest.
Es besteht zwar immer ein Restrisiko, aber dieses Restrisiko wird durch ausgereifte Sicherheitsysteme minimiert.

Folge Spotspy.net auf Facebookschliessen
oeffnen