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Kitesurfen lernen: Grundbegriffe rund um den Wind

Egal ob dir dein Kitelehrer etwas erklären will, oder du dich mit anderen Kitesurfen unterhalten willst. Man muss die selbe Sprache sprechen.
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Luv und Lee

Luv und Lee beim Kitesurfen

Luv und Lee sind Begriffe aus der Seemanssprache.
Luv bezeichnet die dem Wind zugewandte Seite, also die Richtung aus der der Wind von einem Punkt aus gesehen kommt, auch Upwind genannt.
Lee bezeichnet die vom Wind abgewandte Seite, auch Downwind genannt.
Beim Kitesurfen ist es also so:
Angenommen der Kite steht im Zenit, dann ist alles was hinter dir ist Luvalles was vor dir ist bezeichnet man als Lee. Die Fronttube des Kites zeigt also immer nach Luv, die Trailing Edge nach Lee.

Kleine Eselsbrücken:

  • Luv ist da wo die Luft herkommt.
  • Spuckst in Luv, kriegst es druff, spuckst in Lee, fällts in die See.
  • auf Luv weht’s druff, auf Lee: nee
  • Lee ist da, wo sich das Schiff hinle(e)gt
  • Luftleer
  • in Lee sagt der Wind adee

Das Windenfenster

Das Windfester ist der Flugbereich, der beim Kiten genutzt wird.
Windfenster

Man kann sich das Windfenster als 1/4 einer Kugel vorstellen. Der Kitesurfer steht dabei in der Mitte, so dass der Wind von hinten, also aus Luv kommt (im Bild das x).
Das Windfenster ist dann der dreidimensionale Teil vor dem Kitesurfer in dem sich der Kite bewegen kann.
Den Rand des Windfensters, also genau die Stelle an der Luv zu Lee wird bezeichnet man als Neutrale Zone oder als Windfensterrand. Dort hat der Kite seine geringste Zugkraft (grün im Bild).
Um die Position des Kites am Windfensterrand zu beschreiben hat man diesen mit Hilfe von Uhrzeiten, wie auf dem Zifferblatt, eingeteilt.
12 Uhr ist der höchste Punkt und wird als Zenit bezeichnet. 9 Uhr ist ganz links wenn der Kite praktisch den Boden mit einem Tip berührt. Rechts wäre das Äquivalent dafür 3 Uhr. Die Positonen des Kites dazwischen bezeichnet man entsprechend mit 1 Uhr, 2 Uhr, 11 Uhr und 10 Uhr.

Kitesurfen: Positionen am Windfensterrand
Die Powerzone ist der Bereich in dem der Kite die größte Zugkraft entwickelt (rot im Bild). Durch das fliegen von Sinuskurven oder auch Achten taucht der Kite in die Powerzone ein und generiert dadurch die nötige Kraft um dich ins Gleiten zu bringen.
Der Bereich zwischen Windfensterrand und Powerzone wird Softzone genannt.

Windfenster erklärt im Video

Sehr gutes Video, leider auf Englisch. Vor allem wird sehr ausführlich auf die Dimensionen eingegangen die man mit einem Kite beansprucht. Man sollte nicht vergessen, dass mit 25m Leinen die Strecke zwischen 9 Uhr und 3 Uhr 50m beträgt und das ist immerhin schon ein halbes Fußballfeld. Deshalb immer drauf achten, dass genug Platz ist!

 

 

 

Die Windstärke

Die Windstärke oder auch Windgeschwindigkeit ist der Weg, den die Luft pro Zeiteinheit im Raum zurücklegt. Beim Kitesurfen wird die Windstärke in der Regel in Knoten (kn) angegeben.
(Ehemalige) Windsurfer benutzen aber auch gerne die Beaufort (bft) Skala.

Eine Tabelle um Beaufort in Konten umzurechnen findest du in unserem Kitesurf-Lexikon unter dem Bergiff Windstärke.

Wie stark der Wind sein muss, damit du Kitesurfen gehen kannst hängt davon ab welches Material du hast und wie gut du bist.
Anfänger sind, mit entsprechendem Material, im Bereich von ca. 12-22 Knoten ganz gut aufgehoben.

Die Windrichtung vom Strand aus gesehen

Neben der Windstärke ist die Windrichtung im Verhältnis zum Ufer genau so wichtig. Dabei ist es egal ob der Wind aus Nord, Süd, Ost, West oder weiß der Kuckuck woher kommt.
Wichtig ist das der Wind für den von dir gewählten Kitespot aus der richtigen Richtung kommt.

Kitesurfen: Windrichtungen im Verhältnis zum Ufer

Man unterscheidet hier 3 Hauptrichtungen:

  • On-Shore (Auflandig): Der Wind bläst vom Wasser kommend direkt auf das Land.
  • Off-Shore (Ablandig): Der Wind bläst vom Land kommend direkt auf das Wasser.
  • Side-Shore: Der Wind bläst parallel zum Strand.

Bläst der Wind entweder schräg vom Wasser aufs Land oder umgekehrt, so spricht man von:

  • Side-On-Shore: Der Wind bläst schräg vom Wasser kommend aufs Land.
    D.h. es ist eine Mischung aus On-Shore und Side-Shore.
  • Side-Off-Shore: Der Wind bläst schräg vom Land kommend auf das Wasser.
    D.h. es ist eine Mischung aus Off-Shore und Side-Shore.

Je nach Könnerstufe und Kitespot kann jede dieser Windrichtungen die Richtige sein.
Generell gilt aber die Faustregel, dass ablandiger Wind gefährlich ist. Zum einen kannst du abtreiben, zum anderen ist der Wind meist nicht so konstant.

Wenn du mehr wissen möchtest, wie stark der Wind sein muss, was die beste Windrichtung ist und weitere Infos zum Thema Wind und Wetter, dann kannst unseren Artikel zum Thema Wind und Wetter beim Kitesurfen lesen.

Das waren jetzt die grundlegenden Begriffe rund um das Thema Wind beim Kitesurfen.
Natürlich gibt es noch viel mehr, aber die hier vorgestellten Wörter und Definitionen sind eigentlich ausreichend. Damit kannst du dich mit deinem Kitelehrer und auch mit anderen Kitern so verständigen, dass keine Missverständnisse entstehen.

Weitere Begriffe findest du in unserem Kitesurf-Lexikon.

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